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Lyrisme et fantaisie
Le label allemand YVP, qui comprend des stars comme le pianiste Enrico Pieranunzi, vient de faire paraître "Rêves", un disque à quatre signatures: deux jeunes musiciens et compositeurs suisses, Samuel Blaser et le pianiste fribourgeois Stefan Aeby, et deux jazzmen renommés sur la scène française Yves Torchinsky (contrebasse) et David Pouradier Duteil (batterie). L'occasion rêvée pour pénétrer dans l'univers du tromboniste lyrique, délicat, avec une pointe de mélancolie voisine à la fois de l'état amoureux et de la langueur voluptueuse d'un été caniculaire. On pense un peu aux disques du trompettiste Thomas Stanko. Stefan Aeby recherche encore plus l'évocation, l'indicible, une forme de pureté le rapprochant de Brad Mehldau. Pour nous, la composition la plus essentielle du disque est "Salamandre", d'Yves Torchinsky, une petite bête qui se permet une liberté assez impériale. La plus au bord du gouffre reposant sur de toutes petites sonorités, puis délivrant toute sa saveur. "Bert Blues", au contraire, cite allégrement l'histoire du jazz. / aca
Vor einem Monat hat Stefan Aeby aus Tafers sein Lizenziat in Kunstgeschichte und Musikwissenschaft erworben. Jetzt erscheint seine erste CD-Produktion auf dem prestigeträchtigen deutschen Jazzlabel YVP.
Es geschieht nicht alle Tage, dass junge Musiker schon zur Präsentation ihres ersten Tonträgers ins nationale Radio eingeladen werden. Bei den Schweizern Stefan Aeby (Piano) und Samuel Blaser (Posaune) und ihrer CD "Rêves" aber ist dies der Fall. Gut spielen können viele, "etwas zu sagen"haben nur wenige. Die beiden gehören zweifellos dazu. Jetzt werden sie in der Sendung "Jazz aktuell" (am 8. März, 21 Uhr, auf DRS 2) zum Gespräch erwartet, während sie auf RSR 2, dem welschen Sender, am 11. März ihre Musik gleich live über den Äther bringen können.
Begleiter aus Frankreich
Dass sie ihre erste CD-Einspielung zudem mit einer der besten Rhythmusgruppen des französischen Jazz machen konnten, spricht jedenfalls für sie. David Pouradier Duteil (dr) und Yves Torchinsky (b) zählen gegenwärtig zu den gefragtesten Begleitern im Nachbarland. "Nach einer gemeinsamen Session haben uns die beiden Franzosen ihre Zusammenarbeit angeboten", erinnert sich Aeby noch heute voller Erstaunen. Zweifellos hatten auch die alten Hasen auf Anhieb das Talent der beiden Newcomer erkannt. Sie waren nicht die Ersten. Aeby war bereits mit Franck Tortillier, Rory Stuart und Marcel Papaux zu hören und begleitete den Hornisten Claudio Pontiggia auf einer internationalen Tour-nee. Samuel Blaser (24) begann schon mit neun Jahren am Konsi von La Chaux-de-Fonds Unterricht auf der Posaune zu nehmen. Heute gehört er zu den Besten seines Fachs. Er spielte in der Swiss Jazz School Big Band, mit Clark Terry, Phil Woods, Jimmy Heath, den New York Voices und Dado Moroni. Seit einem Jahr stellt er sein Ausnahmetalent auch im Vienna Art Orchestra unter Beweis.
Spiel mit Klangfarben
Die CD vereint ausschliesslich Eigenkreationen. "Rêves" - eine von drei Komposition des Pianisten - gab dem Werk den Titel. Blaser steuerte vier Themen bei. "Das Spiel mit Klangfarben und Harmonien ist uns sehr wichtig", präzisiert Aeby.
Vom Jazz her ebenso beeinflusst wie von aktueller Musik, kreieren sie gemeinsam eine lyrische, von fliessenden Harmonien geprägte Musik, die, mal groovig, mal intim, die Zuhörer zu begeistern vermag. Stefan Aebys makelloses Spiel verrät dabei die klassische Technik als Basis, sein eigener Stil hat sich an den grossen Vorbildern Keith Jarrett und Brad Mehldau geformt. Blaser spielt meist die Themen und steuert virtuos geschmeidige Glissandi bei, improvisiert perlende Klänge. Zu seinem Ton passt der präzise, sensible und doch dynamische Anschlag Stefan Aebys, fein pulsierend schafft der Drummer dazu die rhythmische Entourage, und der Bass gibt solide die Basis.
Wer das Quartett live erleben will, kann der CD-Taufe im Lausanner Jazzclub Chorus am Samstag 12. März, beiwohnen. Erst am 13. Mai ist das Ensemble dann in der Spirale in Freiburg zu hören. Diverse Festivalauftritte und weitere Konzertdaten sind gegenwärtig noch in Abklärung. Romano P. Riedo
